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Samstag, 27. März 2010

Heute schon gelobt (worden) ?

Frau schafft's immer wieder, mich zu überrraschen - gestern durfte ich mir, anlässlich einer kleinen Präsentation meines Plans zur Rettung der Welt inklusive gefallener Engel, anhören, ich sei ein "unglaublicher Kerl". Ist ja jetzt nicht so, dass mir sowas nicht des öfteren zu Ohren kommen würde - erst letztens hat Jefe Ähnliches geäussert. Während Trulla jedoch zärtlich an meinem rechten, zur Überdimension neigenden Ohr knabberte, fasste er sich an die Herzgegend und brach in an muslimische Märtyrer-Mütter erinnerndes Gezeter aus. Dabei weiss ich gar nicht, was er hat: 27.998,76 Euro plus Umsatzsteuer für 93 neue Plasmafernseher find ich nicht übertrieben; konnte mir auch nicht verkneifen, ein wenig mein Verhandlungsgeschick in den Vordergrund zu stellen: Immerhin haben wir jetzt drei davon in meiner Wohnung stehen. Gratis, versteht sich.
Naja, es fällt ihm halt etwas schwer, Enthusiasmus und Freude zu zeigen...
Doch zurück zu meiner Göttin.
Isabella, te quiero mucho.
Bist'n unglaubliches Weib, um's mal mit deinen, etwas ungelenken Worten auszudrücken!
Wenn du kochen könntest, würde ich's als Liebe bezeichnen.
So, bevor se sich jetzt was einbildet, will ich mal zu euch kommen:
Ihr seid ebenso unglaubliche Leser...der Zuspruch, die Warnungen und Tipps der letzten Tage sind schon 'ne starke Nummer.
Ihr seid unglaubliche Leser!
Wenn ihr jetzt noch schreiben könntet, würd ich's als Liebe bezeichnen...
(Konnt ich mir nicht verkneifen. nachher wird's noch zu duselig hier)
Os quiero mucho!
So, habter gezz davon.

Montag, 25. Januar 2010

Kein Kinderkram mehr

Es ist ein Kreuz - kaum machste einer ein Kind, schon laufen die anderen Weiber weg.
Hier ist der Beweis: Richtet der geneigte Leser sein Auge mal leicht nach rechts, wird er feststellen, dass sich Cara von mir verabschiedet hat.
Das ist ärgerlich und hat mich zum Nachdenken gebracht. Das Ergebnis meiner umfangreichen Überlegungen: Ab sofort nix mehr über Babies.
Stattdessen möchte ich ein wenig über Sprachen reflektieren.
Ich spreche viereinhalb davon mehr als Trulla; das bedeutet enormen Spielraum bei der mehrsprachigen Kindeserziehung (<= Aaaaargh, da isses schon wieder).
Vor allem können wir Männerkram besprechen, ohne dass Trulla blöd dazwischen sabbelt und eventuellen weibischen Einfluss in essentiellen Fragen des Lebens nehmen kann.
Und eins mal gleich vorneweg, mein Kleiner: Katalan ist keine Sprache!
Sollte dich deine Mutter mit etwas volldröhnen, das sich wie ein besoffener Finne beim Versuch, Spanisch zu sprechen, jedoch hin und wieder ins Französïsche, Italienische und/oder Portugiesische abgleitend, anhört - einfach ignorieren. Sie ist das gewohnt, mach dir da mal keinen Kopf.
Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass wir überlegen, uns einen Buchladen zuzulegen?
Ich lass mir dann einfach 'nen Bart wachsen, steig um auf Pfeife rauchen, tausche Jeans gegen Cordhose und lern, geschwollen zu reden.
Das wird toll.
Freu mich schon.
Und hier nie wieder was über Kinder.
Ab morgen.
Uff, der Blick in die Zukunft lässt ein düsteres Bild erahnen:
Was mach ich, wenn er eine sie wird und statt Trulla's Aussehen und meinem Hirn...naja...also was ich sagen wollte...äh, vergesst es. Nicht auszudenken. Dann hab ich das Gör mindestens 45 Jahre am Hals.

Freitag, 20. November 2009

Achtung, Achtung, eine wichtige Durchsage

Alle Bloginhaber, die innerhalb der letzten Woche / den letzten Tagen mit ihrem Blog einen oder mehrere Wandertage veranstaltet haben, werden gebeten, sich unverzüglich ob ihres Verbleibs mit Demian in Verbindung zu setzen.
Das ist der Bescheuerte, der von einem Link zum nächsten wandert und überall totenkopfverzierte Blogs findet.
Danke!

Samstag, 9. Mai 2009

Brief an den Verleger

Habe vorhin einen Brief an einen potentiellen Verleger geschrieben und da Geben seliger denn Nehmen ist, gebe ich euch hiermit die Möglichkeit, daran teilzuhaben und nehme anschliessend den Dank von Mary entgegen, denn sie war es, die mir Inspiration, Ansporn sowie Muse (Plural von Mus, siehe auch Pampelmus-Pampelmuse [Anm. d. Verfassers] ) war.

Sehr geehrter Herr Rowohlt,

im Folgenden schicke ich Ihnen ein kurzes Expóse, beim Exposierten handelt es sich um meinen neuesten Roman. Tisch soll er heissen und da werde ich auch nicht mit mir handeln lassen, da Sie mir sonst einen Mega-Wortwitz versauen. Vielleicht passt dieses ernste Thema ja eher in ihr Verlagsprogramm, meine bisher 5 heiteren Romane haben Sie ja mit dieser Begründung ablehnen lassen, wobei ich Ihnen nebenbei mal stecken möchte, dass ich in den entsprechenden Schreiben 6 Rechtschreib- und 3 Ausdrucksfehler gefunden habe.Nun denn, sei's drum. Ich schätze, mit meinem neuesten Werk werde ich Ihre Erwartungen voll und ganz erfüllen, behandelt mein Werk doch den Ost-Westkonflikt, die Liebe und die Perspektivlosigkeit der Jugend. Vielleicht sollte ich auch noch ein paar Kapitel Historie mit reinbringen, ist ja jetzt der Renner. Da bin ich für alles offen. Sodele:

Tisch
von Demian
Protagonistin ist die Mittzwanzigerin M. Melleu, nachfolgend M.M. genannt, nicht weil sie etwa mit der berümtesten Vertreterin dieser Namenskürzel Ähnlichkeit hätte, sondern weil ich ein ziemlich fauler Sack bin.
M.M. flieht bei einem Plattenseeurlaub in die westdeutsche Botschaft, wo man sie allerdings wieder wegschickt, da die Wessis ihre alten Kolonien schon vor -wir befinden uns im Jahre 2004- 15 Jahren zurückgekauft haben. Freudig überrascht ob dieser Botschaft (Beachten Sie bitte meinen ausgeprägten Hang zum Wortwitz und zur Doppeldeutigkeit, Herr Rowohlt)
begibt sich M.M. in eine süddeutsche Grosstadt, um irgendwas zu studieren und sich einen Mittleren Ring zuzulegen (Issen Bringer, oder, Herr Rowohlt? Ich mein - Mittlerer Ring. Ach, denn kannten Sie schon? Na ja.)
Die Haupthandlung spielt im Jahre 2009, was, falls Sie keinen Kalender zur Hand haben sollten, ziemlich genau jetzt ist.
M.M.'s bisher einziger Freund hat sich, nachdem M.M. ihm sämtliche Geheimnisse des Kapitalismus rausgekitzelt hat, nach Nord-Korea abgesetzt. Traurig beginnt M.M. ihre erfolglosen Bemühungen, adäquaten Ersatz zu finden, in ihrem Blog zu schildern.
Da sind zum Einen die 12jährigen Jungen, M.M. hat dreisterweise ihre Dusche genau vor ihren Lieblingsplatz, eine alten hohen Baum platziert. Da die Jungs jedoch immer flüchten, sobald sie zu duschen anfängt (was sie im übrigen fotografisch belegt), denkt sie sich eine ganz perfide Methode aus: sie beschmiert die Äste mit Leim, um die Bengel dort bis zur Geschlechtsreife halten zu können. Nun, der Plan schlägt fehl. M.M. sitzt traurig an ihrem Tisch und sinnt, vor sich ihren Laptop, über Abhilfe nach. Ein Mustermann muss her und dieser wird sogleich entworfen, das Bild ausgedruckt und sich damit auf die Pirsch gemacht- und siehe da: der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten; ein Jüngling kommt daher und wird von ihr ins Herz geschlossen. Leider setzt er sich schon sehr bald wieder ab, nicht ohne ihr vorher 4 Lebens-, 6 Haushalts- und 3 Berufsunfähigkeitsversicherungen verkauft zu haben. Und wieder ist M.M. allein, sie vergeht vor Schmerz, ihre romantische Ader will gelassen werden.
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Das ist, grob gesagt, das Grundgerüst;natürlich werden auch noch ein paar One-Night-Stands und Blow-Jobs drin vorkommen, jedoch in angemessenem literarischen Rahmen, wenn Sie verstehen, was ich meine, Herr Rowohlt.
Ihr Angebot schicken Sie bitte an Demian, Barcelona. Kommt schon an. Danke Herr Rowohlt.
Und wenn's ein Bestseller wird, gehn wir einen saufen. Ist versprochen.
Mit freundlichen Grüssen
Demian